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15Okt./25

FIAMC 2025

Der diesjährige 17. Frankfurt Investment Arbitration Moot Court befasste sich mit der geldpolitischen Wende der Vereinigten Staaten während der Großen Depression und der Abkehr vom Goldstandard. Im Zentrum stand die fiktive Schiedsstreitigkeit Uebersee Finanz-Korporation AG v. United States of America, die auf realhistorischen Ereignissen basierte und fundamentale Fragen des Investitionsschutzrechts aufwarf: War die Konfiskation von Gold während der Wirtschaftskrise eine rechtmäßige Ausübung staatlicher Hoheitsgewalt oder eine entschädigungspflichtige Enteignung?

Als Team der Humboldt-Universität zu Berlin nahmen wir mit großer Begeisterung am diesjährigen Wettbewerb teil, der zu den renommiertesten internationalen Moot Courts im Bereich der Schiedsgerichtsbarkeit zählt. Nach monatelanger Vorbereitung, zahlreichen Probepleadings und intensiver Arbeit an Strategie und Argumentation erreichten wir die Top 5 unter mehr als 60 internationalen Teams – ein herausragendes Ergebnis und ein großer Erfolg für unser Team.

Ein besonderer Dank gilt unseren Coaches Naod Mekonnen, Caspar Krzysch, Ilnur Osmanov und Elias Sturm, die uns mit großem Engagement durch die Vorbereitung begleitet haben. Ebenso danken wir Laura Halonen (Of Counsel bei WAGNER Arbitration und Dozentin im IDR LL.M. Programm der HU), Romit Sarkar (IDR LL.M. Absolvent 2024) und Jacky Lui (Alumnus des IDR LL.M.) für ihre wertvolle fachliche Unterstützung.

Für die großzügige ideelle und finanzielle Förderung danken wir unseren Sponsoren WAGNER Arbitration, Quinn Emanuel Urquhart & Sullivan, Tom Christopher Pröstler und der Frauenförderung der Humboldt-Universität zu Berlin.

Auch im kommenden Jahr wird wieder ein Team der HU Berlin am Frankfurt Moot teilnehmen – eine großartige Gelegenheit für Studierende aller Semester, wertvolle Praxiserfahrung zu sammeln und vor hochkarätigen Jurorinnen und Juroren zu präsentieren. Zur Erfahrung gehört auch die Teilnahme an den internationalen PreMoots in Wien und Mailand.

09Sep./25

Jessup Moot 2024/25

Auch in der Saison 2024/25 hat das Team der Humboldt-Universität den Jessup Moot Court erfolgreich absolviert. Auch wenn es am Ende nicht ganz für den Einzug in die internationale Runde in Washington D.C. gereicht hat, konnte sich das Team mit drei Preisen für die Schriftsätze dennoch am Ende für eine intensive Vorbereitungszeit belohnen. In diesem Jahr bestand das Team aus Anica Arntz, Mette Hellerich, Johanna Friedrich, Annika Maag und Coaches Chiara Rimkus und Philipp Rehm. 

Der Jessup ist der weltweit älteste und größte Moot Court. Thematisch handelt es sich um einen Moot Court im Völkerrecht, der in dieser Saison Fragen der Jurisdiktion, der Immunität bei schweren Menschenrechtsverletzungen, des Seerechts in Zeiten des Klimawandels sowie der Anerkennung ausländischer Regierungen behandelt hat. Diese Fragen werden vor dem (fiktiven) Internationalen Gerichtshof in Den Haag verhandelt, wobei sowohl die Klägerseite (Applicants) und die Beklagtenseite (Respondents) vertreten wird. In Deutschland finden dazu vier Vorrundenbegegnungen statt, gefolgt von einem Viertelfinale, einem Halbfinale sowie einem Finale. 

In diesem Jahr fand die hervorragend organisierte deutsche Runde in Leipzig statt. Ein Highlight der Organisation waren etwa die Halbfinal- und Finalbegegnungen in dem Gebäude des Bundesverwaltungsgerichts. 

Das Team der HU konnte drei der vier Vorrundenbegegnungen gegen die Unis aus Augsburg, Kiel und Münster gewinnen. Einzig der spätere Gesamtsieger aus Heidelberg war in der Vorrunde zu stark. Durch diese drei Siege konnte sich das Team so einen Platz unter den besten Acht der Vorrunde sichern und in das Viertelfinale einziehen. Wie es der Zufall wollte, durfte die HU hier direkt wieder gegen Heidelberg antreten. Auch nach intensiver erneuter Vorbereitung und dem Versuch aus dem Vorrundenmatch zu lernen, war Heidelberg am Ende das bessere Team, sodass die Saison bereits im Viertelfinale ein Ende fand. Auch an dieser Stelle noch einmal herzlichen Glückwunsch an das Team aus Heidelberg; insbesondere zum Gesamtsieg (sowie an die Teams der Hertie School Berlin und der Bucerius Law School, die beide sich ebenfalls für Washington D.C. qualifizieren konnten). 

Nach der ersten Enttäuschung war dann aber der Abschlussabend, mit Preisverleihung und anschließender Party ein Highlight. Sodann durften zudem die Applicants, Respondents sowie das gesamte Team noch einmal die Bühne betreten, um einzelne Schriftsatzpreise entgegenzunehmen. Am Ende stand ein 3. Platz für die Applicants, ein 1. Platz für die Respondents sowie ein 2. Platz im Allgemeinen Schriftsatzranking. So endet die Saison mit drei Preisen, einer Menge neuem Wissen und unzähligen Erfahrungen wie einem Ausflug zum Internationalen Gerichtshof nach Den Haag, Besuchen bei Kanzleien sowie den National Rounds in Leipzig.

Abschließend möchte sich das Team herzlich bei all seinen Unterstützer:innen – pswp, Dentons, Noerr, Dombert, White & Case, Blomstein und WilmerHale – bedanken. Ganz besonders möchten wir uns zudem bei Prof. Christian Marxsen, Juliane Brauer und dem gesamten Team des Lehrstuhls bedanken, die eine Teilnahme erst ermöglicht haben. Wie in jedem Jahr war auch 2024/25 die tatkräftige Hilfe aller Jessup Alumni und Alumnae ein ungemein wichtiger Beitrag zur inhaltlichen und rhetorischen Vorbereitung. Zu guter Letzt sei zudem unser Rhetorikcoach John Faulk erwähnt, der erneut durch seinen Einsatz und sein großes Moot Court Wissen, mit dem Team wertvolle Coaching-Stunden verbracht hat. 

Nach der Saison ist vor der Saison: Auch im Jahr 2025/26 gibt es bereits ein Team der HU, welches in den Startlöchern steht. Euch wünschen wir alles erdenklich Gute, genießt das eindrucksvolle Semester, freut euch auf die National Rounds in Trier und wir drücken aus der Ferne die Daumen!